Der Nationalsozialismus und Orte der Erinnerungskultur in Kassel

Führung / Exkursion
Stadtmuseum Kassel
03.09.2021 17:00 - 19:00 Uhr

Mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 zeigte sich, dass die Nationalsozialisten die Grundsätze der Demokratie und die einer parlamentarischen Regierung generell ablehnten - und doch folgten auch in Kassel zahlreiche Menschen der Ideologie der Nationalsozialisten. Zur Bücherverbrennung im Mai 1933 auf dem Friedrichsplatz kamen rund 30.000 Schaulustige, Hunderttausende Menschen nahmen an den „Reichskriegertagen“ teil, der Antisemitismus wurde bereits zwei Tage vor der landesweiten Reichspogromnacht 1938 deutlich, in dem die Synagoge von Kasseler Bürger*innen zerstört wurde. Ein Großteil der Kasseler Judinnen und Juden konnte zwar rechtzeitig fliehen, doch etwa 800 Kasseler Juden wurden in Konzentrationslagern ermordet. Mit bis zu 30.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern war Kassel ein Ort der Verfolgung tausender unschuldiger Menschen.

Die Stadt Kassel selbst hat früh die Forschungen der Universität zur Geschichte der Stadt in der NS-Zeit angeregt und gefördert: Doch wie wurde die NS-Vergangenheit in Kassel aufgearbeitet? Welche Orte dienen heute der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus? Wie wichtig ist das Gestern für die Gegenwart?

Dauer: 120 Minuten
Mit Laura Volk
Treffpunkt: Stadtmuseum

Stadtmuseum Kassel
© Stadtmuseum Kassel
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